| So denkt ein Bankdirektor |
So denkt ein Bankdirektor
Sie glauben wirklich noch, ein Bankdirektor hat in erster Linie das Wohl seiner Kunden im Kopf und möchte, dass alle seine Kunden glücklich und zufrieden sind? Wenn Sie wüssten, wie ein Bankdirektor denkt, wären Sie sich da bestimmt nicht mehr ganz so sicher!
Ein Bankdirektor hat erst einmal überhaupt keine Ahnung, wie es in der Schalterhalle aussieht. Er wird sie wahrscheinlich das letzte Mal betreten haben, als er sich beworben hat oder selbst noch als Bankangestellter gearbeitet hat. Und er selbst braucht sich auch nicht von seinen Angestellten beraten lassen, von daher hat er gar keine Vorstellung von der Qualität der Arbeit, die die Bankangestellten leisten – oder auch nicht leisten.
Die einzigen Zahlen, die er zu sehen bekommt, sind die Quartalszahlen. Hier interessiert ihn vor allem: Wie viel Gewinn hat meine Bank gemacht? Wie viele Kredite haben wir ausgegeben? Wie stehen die Aktien meiner Bank? Oder haben Sie schon mal erlebt, dass ein Bankvorstand eine Zufriedenheitsumfrage bei den Bankkunden durchführt? Nicht? Sehen Sie, das ist nämlich für den wirtschaftlichen Stand der Bank völlig irrelevant.
Die größte Sorge des Bankdirektors ist, dass die Aktien gut stehen und sich die Bank nicht selbst verspekuliert. Allerhöchstens hat er noch Angst vor einem Banküberfall. Haben Sie sich nie gefragt, warum das Büro eines Bankdirektors nicht gleich neben der Schalterhalle ist, sondern im obersten Stockwerk? Genau, je weniger sie mitkriegen, umso glücklicher sind sie.
Und wenn er dann man an seine Kunden denkt, dann in dem Zusammenhang, wie man den Kunden noch mehr Finanzprodukte verkaufen kann, wie man die Angebote besser bewerben kann, sodass man durch die Kunden noch mehr Geld verdient. Das Gehalt eines Bankdirektors ist oftmals nämlich abhängig vom Gewinn der Bank – und in diesem Fall sind ihm die Kunden als Garant für einen hohen Gewinn dann auch wichtig.
Na, sehen Sie den Bankdirektor jetzt doch mit etwas anderen Augen? |
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