7 Gründe, warum sich immer mehr Jugendliche in Deutschland verschulden

7 Gründe, warum sich immer mehr Jugendliche in Deutschland verschulden

 

Bekanntermaßen haben immer mehr Jugendliche in Deutschland schon erhebliche Schulden. Die meisten Gründe hierfür sind im Internet und bei Handys zu suchen, doch auch die Banken haben ihren Anteil daran.

 

Der häufigste Grund sind die Handyverträge, die Jugendliche heute ohne Probleme bekommen. Da es auch ständig ein neues Handymodell sein muss, werden nicht die kostengünstigen Vertragshandys genommen, sondern Modelle, die man zusätzlich bezahlen muss. Für die wenigsten Jugendlichen kommen Prepaid-Handys in Frage, es werden teure Verträge abgeschlossen. Dadurch besteht jedoch keine Kostenkontrolle, sodass die Handyrechnungen immer höher werden.

 

Der zweite Grund hängt dicht damit zusammen: Klingeltöne, Hintergrundbilder und Handygames sind bei Jugendlichen sehr beliebt. Die meisten dieser Angebote bekommt man nicht einzeln, sondern im Abo, sodass monatlich gewisse Kosten auftauchen. Oftmals sind diese Kosten so gestaltet, dass sie beim Abschluss nicht wahrgenommen werden. Die Kündigung erweist sich hier oftmals schwierig.

 

Auch das Internet bietet viele Möglichkeiten, sich zu verschulden. Zum einen gibt es zahlreiche Online-Games, bei denen man eine monatliche Rate zahlen muss, um Zugang zum Spiel zu bekommen. Zudem gibt es auch im Internet eine große Anzahl an Downloadmöglichkeiten fürs Handy oder den PC, die alle kostenpflichtig sind und meist nur im Abo erhältlich. Schlussendlich kosten auch Downloads für Musik und Filme viel, Jugendliche können meist problemlos diese Downloads durchführen.

 

Der vierte Grund ist, dass viele Banken an 16-jährige, die ihr erstes eigenes Geld verdienen, ohne Probleme Kreditkarten herausgeben, vorausgesetzt, sie haben durch eine Lehrstelle oder einen Nebenjob ein regelmäßiges Einkommen. Diese finanzielle Freiheit sorgt dafür, dass Jugendliche die Kreditkarte weit belasten und hinterher die Raten nicht zahlen können.

 

Ähnliches gilt auch für Dispokredite. Wer ein regelmäßiges Gehalt aufweisen kann, erhält einen Dispo, den er meist mit einem Monatsgehalt nicht decken kann. Jugendliche denken nicht: „Ich habe nur 300 € zur Verfügung“, sondern „ich hab da ja auch noch den Dispo von 1.500 €“. Auf diese Weise gehen sie sorgloser mit Geld um, als sie eigentlich sollten.

 

Der fünfte Grund ist die Tatsache, dass sie auch in Versandhäusern ab dem 16. Lebensjahr unbegrenzt bestellen können. Viele Jugendliche sind verschuldet, weil sei den Versandhauskatalogen nicht wiederstehen können. Wer ein eigenes Einkommen hat, kann bestellen, auch wenn er noch nicht volljährig ist. Und auch 18jährige bestellen mehr, als sie bezahlen können – die Ratenzahlungen locken hier besonders.

 

Schlussendlich sind es meist jedoch die ungezügelten Wünsche der Jugendlichen, die dafür sorgen, dass sie Schulden machen. Sie konsumieren kräftig und geben Geld vor allem für neue Technik, tolle Musik, moderne Kleidung und teure Parfüms aus. Die tollsten Labels und exklusivsten Marken sind für die meisten gerade gut genug – schon im Teenageralter. Die wenigsten machen sich Gedanken darüber, dass die Dinge auch bezahlt werden müssen und das Geld dafür irgendwo herkommen muss.

 
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