Hypothekendarlehen

Hypothekendarlehen

 

Wer einen bestimmten Geldbetrag benötigt, hat hierzu mehrere Möglichkeiten. Neben den bankenüblichen Krediten, die man aufnehmen kann, um zum Beispiel neue Fenster im Haus zu bezahlen, kann man auch ein Hypothekendarlehen aufnehmen, um diese Ausgaben zu finanzieren.

 

 

Was ist ein Hypothekendarlehen?

 

Unter einem Hypothekendarlehen versteht man die Beleihung auf ein Haus oder mehrere Häuser. Ein Hypothekendarlehen steht daher nicht allen, sondern ausschließlich Hausbesitzern zur Verfügung. Dieses Darlehen kann bei Bausparkassen, Banken und Lebensversicherungsgesellschaften abgeschlossen werden. Bei einem Hypothekendarlehen geht ein Teil des Wertes des Hauses in Höhe der geliehenen Summe auf die Bank über. Diesen Wert nennt man Grundpfandrecht, der auch als sogenannte Grundschuld im Grundbuch eingetragen wird. Ist der Betrag komplett zurückgezahlt, geht das Grundpfandrecht in der entsprechenden Höhe wieder auf den Hauseigentümer über, der Eintrag im Grundbuch wird gelöscht.

 

Wie hoch sind die aktuellen Hypothekendarlehen Zinssätze?

 

Die Zinssätze für Hypothekendarlehen richten sich stark nach dem Stand der Wirtschaft im Allgemeinen. Das bedeutet, wenn das Baugeld steigt, steigen auch die Zinsen für Hypothekendarlehen. Darüber hinaus richtet sich die Höhe auch nach der Laufzeit und nach der gewünschten Prozentzahl des Beleihungswertes, der zwischen 60 und 100 % liegen kann. Derzeit liegen die Zinssätze für ein Darlehen von 100.000 € bei 60 % des Beleihungswertes und einer Laufzeit von 5 Jahren bei 4,83 %, bei einer Laufzeit von 10 Jahren bei 4,87 % und bei einer Laufzeit von 15 Jahren bei 5,01 % im Nominalzinssatz. Der effektive Jahreszins liegt entsprechend bei 4,9 – 5,1 %. Dabei ist zu erwarten, dass die Zinssätze für ein Hypothekendarlehen in der Zukunft eher ansteigen, es wird mit einem jährlichen Anstieg von ca. 0,2 % gerechnet.

 

 

Auf was muss ich beim Beantragen achten?

 

Da die Zinssätze als Nominal- bzw. Effektivzins angegeben werden, sollte man bei der Beantragung darauf achten, welche Zinssätze zur Berechnung hinzugezogen werden. Darüber hinaus ist auch die Beleihungssumme wichtig. Hier kann man im Allgemeinen 60 %, 80 % oder 100 % wählen. Dies bedeutet, wer 100.000 € benötigt, 20.000 € selbst aufbringen kann der muss nur 80 % der Beleihungssumme durch ein Hypothekendarlehen finanzieren. Darüber hinaus sollte man auch die Laufzeit beachten und die tatsächliche Rückzahlungssumme berechnen.

 

Warum die günstigen Zinssätze nicht die Besten sind?

 

Viele Geldinstitute bieten den günstigeren nominalen Zins an, um auf Hypothekendarlehen aufmerksam zu machen, berechnen das Darlehen selbst dann jedoch mit dem effektiven Jahreszins. Hier kann man, je nach Darlehenssumme, erheblich mehr zahlen, als ursprünglich berechnet. Darüber hinaus verschleiern günstige Zinssätze oftmals, dass das Geld, das man angeblich einspart, durch hohe Bearbeitungsgebühren und sonstige Unkosten wieder ausgeglichen wird und die Darlehen dann nicht so günstig sind, wie es auf den ersten Blick scheint.

 

 

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